Wenn die Wechseljahre unter die Haut gehen



45% der Frauen sind über 45 Jahre und stecken somit in einem neuen Lebensabschnitt: den Wechseljahren. Ob kurz davor, mitten drin oder bereits nach den Wechseljahren – es ist eine Umbruchphase im Leben jeder Frau, die eine Reihe von seelischen und körperlichen Veränderungen mit sich bringt - so auch für die Haut. Sie verliert an Dichte, wodurch die Spannkraft und Elastizität nachlassen. Dies liegt vor allem an der reduzierten Zellerneuerung und Lipidsynthese. Anzeichen vorzeitiger Hautalterung wie Falten und feine Linien werden schneller sichtbar und vor allem deutlicher. Die hauteigene Barrierefunktion nimmt außerdem ab, weshalb sie sich weniger leicht vor äußeren Schäden wie UV-Strahlung und Bakterien schützen kann.


Wechseljahre können sich ganz verschieden an der Haut bemerkbar machen. Die meisten Frauen (mehr als ein Drittel) leiden unter trockener Haut. Da die Fettregulation gestört ist, kann die Haut zu rauen oder auch rissigen Stellen neigen. Dies verstärkt zudem die Sichtbarkeit von Falten und lässt Sie älter aussehen. Insbesondere trockene Haut ist in den Wechseljahren darauf zurückzuführen, dass sich die hornbildenden Zellen langsamer erneuern. Ihre Haut neigt also nicht nur vermehrt zu trockenen Stellen, sondern kann auch matter und unebenmäßiger aussehen.

Ein anderes Problem kann durch die geringere Östrogenproduktion und das ansteigen des Testosteronspiegels eine höhere Talgproduktion mit sich bringen. Verstopften dann noch die Poren, kann es zu Akne und Unreinheiten neigender Haut kommen. Man bezeichnet diese Art von Akne auch als Spätakne.


Welche der angeführten Symptome auftreten ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Durch die reduzierte Produktion des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen sowie der verminderten Hyaluronsäure-Produktion in den Wechseljahren können die Hautschichten weniger Wasser binden. Trockene Haut und Spannkraft-Verlust sind die Folgen. Da Östrogene eng an der Bildung von Kollagen sowie Elastin der Haut beteiligt sind, dünnt die Kollagenschicht aus, die Haut verliert an Festigkeit, die Konturen erschlaffen. Zudem nimmt die Fähigkeit der Haut ab, freie Radikale zu neutralisieren, wodurch die Hautalterung beschleunigt wird. Durch die Verlangsamung der Zellneubildung wirkt der Teint matter, die Hautdichte nimmt ab und die Barrierefunktion ändert sich. Die Haut reagiert empfindlicher auf den Einfluss von Umweltfaktoren, wodurch auch Pigmentflecken stärker sichtbar werden.

Um diesen Hautveränderungen entgegenzuwirken, empfiehlt sich eine Umstellung der Pflegeroutine in den Wechseljahren. Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass Kosmetik die Anzeichen der Wechseljahre auf die Haut mildern kann. Effektive Wirkstoffkombinationen enthalten hautverdichtende sowie feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, die langanhaltend und intensiv Feuchtigkeit in der Haut bindet, wodurch sie straffer, praller und glatter erscheint.

Spezielle Anti-Aging Wirkstoffe verdichten die Hautstruktur in allen drei Schichten, wodurch die Haut an Volumen, Festigkeit und Konturenschärfe gewinnt. Pflegende Inhaltsstoffe wie Fettsäuren, Karite-Butter oder Glycerin mildern das Spannungsgefühl sowie Hauttrockenheit. Cremes mit hautidentischen Wirkstoffen und einer Barriere-Lipid-Struktur helfen die Hautbarriere zu stärken und die Haut widerstandsfähiger zu machen. Vitamin C kann die hautreizenden freien Radikale neutralisieren und auftretende Pigmentflecken mildern. Thermalwasser stärkt zudem die Hautschutzbarriere.



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