Stich für Stich schön



Wer Gesicht und Körper mit Hightech-Anwendungen jung und schön halten möchte, aber vor invasiven Eingriffen zurückschreckt, für den gibt es gute Alternativen - wie zum Beispiel das Microneedling. Während sich nach Jahrzehnte langer Anwendung von Laser und Tiefenpeelings gezeigt hat, dass sie die Haut eher dünner werden lassen, sorgt das Microneedling für eine gestärkte und gestraffte Haut. Zudem können mit dieser minimalinvasiven Methode auch Aknenarben, Pigmentstörungen und sogar Couperose verbessert werden.

Das in der Kosmetik angewandte Microneedling ist die sanfte Form des „ Medical Needling“, auch CIT (medizinische Kollageninduktionstherapie) genannt.


Warum möchte man mit dem Needling die Kollagensynthese stimulieren?

Mit zunehmendem Alter schwindet die Dichte und Stabilität der kollagenen Fasern unserer Haut. Das liegt vor allem an den oxidativen Abläufen, die durch Licht, Stress, Medikamente oder auch ungesunder Ernährung verstärkt werden. Durch sie entstehen vermehrt freie Radikale, das sind Sauerstoffmoleküle, die die Zellen angreifen und schädigen. Eine müde und älter werdende Haut ist die Folge.

Jeder Organismus Antioxidantien in sich, um diese schädlichen Angreifer abzuwehren. Das funktioniert aber nur, wenn eine Balance zwischen freien Radikalen und Antioxidantien besteht, denn diese ist ein wichtiges Kriterium dafür, wie schnell und intensiv unsere Zellen dem Alterungsprozess ausgesetzt sind. Zum Glück kann man aber auch etwas tun, um die Balance zu bewahren bzw. wiederherzustellen. Ein wichtige Rolle spielen hier die Vitamine A, C und E. Da es oft nicht ausreicht, dass die Antioxidantien und Vitamine, welche wir mit der Nahrung aufnehmen, in ausreichenden Mengen zur Haut gelangen, ist eine Zufuhr von außen unerlässlich.


Wurden vor einigen Jahren Wirkstoffe größtenteils noch manuell in die Haut eingearbeit-et, übernehmen diese Aufgabe heute Hightechgeräte. Das zurzeit effektivste davon ist das Needling. Durch die mikrofeinen Einstiche in tiefe Hautschichten entstehen Minimalverletzungen. Dadurch bekommen die Bindegewebsfasern den Impuls, sich zusammenzuziehen und zu straffen. Zudem gelangen beim Needling aufgetragene Wirkstoffe in die tieferliegenden Hautschichten. Das Wirk-Prinzip des Needlings ist zugleich simple und genial. Die kleinen Stiche in die Epidermis (oberste Hautschicht) lösen eine Vielzahl von Signalen aus, durch die verstärkt Elastin, Kollagen und Hyaluron produziert wird - die Garanten für eine straffe und glatte Haut. Man trickst beim Needling die Haut insofern aus, das sie der Verletzung sofort entgegenwirkt und mit verstärkter Bildung von natürlichen „Jungmachern“ reagiert, was nicht nur die Durchblutung, sondern auch die Regenerations- und Zellerneuerungsprozesse aktiviert. Gleichzeitig wird die Aufnahmefähigkeit von Wirkstoffen wie Antioxidantien, Ceramiden, Vitaminen, … erhöht, da sie durch die entstandenen Mikroporen tief in die Haut eindringen können. Hier ist es unabdingbar, mit Produkten zu arbeiten, die keine bedenklichen Inhaltsstoffe wie z.B. Konservierungsmittel, Duftstoffe, PEG´s enthalten.


Es gibt verschiedene Arten von Needling-Geräten. Wichtig ist vor allem die Anordnung der Nadeln. Diese sollten unbedingt in Reihe angeordnet sein, um einen sauberen, geraden Stichkanal zu erhalten um unerwünschte Verletzungen auszuschließen. Auch das die Nadeln besonders fein und aus hochwertigstem Edelstahl gefertigt sind, trägt zu einer nahezu schmerzfreien Behandlung bei.


Um den Soforteffekt einer Behandlung in ein lang anhaltendes Ergebnis zu wandeln, ist es empfehlenswert eine Kur von mehreren Behandlungen in Folge im Abstand von 3-4 Wochen durchzuführen.





8 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen