Pickelmale - Wenn Unreinheiten Spuren hinterlassen



Zuerst war es ein Pickel, der immer größer wurde und dann langsam abgeklungen ist. Doch zurückgeblieben ist ein sichtbarer Fleck auf der Haut. Keine Erhebung, keine Narbe, nur ein Fleck. Diese roten oder braunen Flecken nennt man Pickelmale. Dabei handelt es sich eigentlich um Pigmentflecken, die zurückbleiben, wenn der Pickel abheilt. Diese post-inflammatorische (d.h. nach einer Entzündung auftretende) Hyperpigmentierung kann leider als unschöne Begleiterscheinung bleiben, wenn die Haut verletzt bzw. entzündet war.

Weltweit sind bis zu 95% der Heranwachsenden und 40% der Erwachsenen von Hautunreinheiten betroffen. Viele von ihnen leiden an Pickelmalen, die bis zu fünf Jahre oder länger nach Abheilung von Pickel oder Akne sichtbar sein können.


Pickelmale können als rote oder brauen Flecken auftreten. Die roten Flecken sind die Folge von Entzündungen. Die Haut reagiert im Selbstheliungsmodus auf Pickel mit vermehrtem Blutfluss, um weiße Blutzellen zu der betroffenen Zone zu transportieren, die Keime bekämpfen und sich um die geschädigte Haut kümmern. Diese Reaktion kann noch nachklingen, wenn der Pickel bereits verschwunden ist und rote Male hinterlassen.

Der Grund für die braune Färbung liegt im Melanin der Haut. Es wird durch die Sonnenstrahlung vom Körper als natürlicher Sonnenschutz gebildet und sorgt normalerweise für die gesunde Bräune derr Haut. Wird das Gewebe jedoch verletzt und entzündet sich, z.B. durch verstärktes Herumdrücken, dann kann sich zuviell Melanin an dieser Stelle sammeln. Durch dieses Übermaß kommt es zu den typisch bräunlichen Pickelmalen auf der Haut. Pickelmale findet man dort, wo auch Pickel entstehen d.h. im Gesicht, aber auch an Rücken oder Dekollete.


Pickelmale sind reine Hautverfärbungen. Pickelnarben jedoch sind sichtbare Vertiefungen und Wölbungen. Beim Abheilen von stark entzündeten Pickeln bildet sich manchmal Narbengewebe, das verdickt und die Hautoberfläche uneben erscheinen lässt. Dagegen helfen dermatologische Behandlungen mit einem Narbenserum, Peelings oder eine Laserbehandlung.


Was kann man gegen Pickelmale tun? Vorbeugen ist der erste Schritt, daher verzichten Sie auf das Ausdrücken von Pickeln. Gönnen Sie sich eine professionelle Hautreinigung im Kosmetikstudio, damit beugen Sie möglichen Infektionen vor und verringern das Risiko von Pickelmalen.

Zudem hilft die tägliche Gesichtsreinigung morgens und abends, die Poren von Talg, Schmutz und Make-up-Rückständen zu befreien. Damit beugen Sie verstopften Poren und Hautunreinheiten vor.

Da es sich bei Pickelmalen um eine Melanin-Anhäufungen handelt, sollten Sie ausreichenden Sonnenschutz verwenden , denn UV-Belastung kann die Sichtbarkeit von vorhandenen Pickelmalen verstärken.

Eine gezielte Hautpflege mit aktiven Wirkstoffen lindert Entzündungen, Rötungen und damit die Entstehung von Pickelmalen. Effiziente Inhaltstoffe wie Vitamin A unterstützt die Regeneration der Haut. Wirkstoffe wie Vitamin C, Kojisäure, Arbutin oder AHA Säuren hemmen die Melaninsynthese in den Melanozyten und verhindern so die Bildung von Pigmenten.



© Foto: Canva /beauty.at 7.11.2021



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